26. September 2026

Richtfest gefeiert: Zweites inklusives Wohnhaus entsteht in Aachen-Brand

Mehr Raum für selbstbestimmtes Leben und gelebte Gemeinschaft: Der Verein Inklusiv Wohnen Aachen e. V. (IWA) hat am 18. September 2026 das Richtfest seines zweiten inklusiven Wohnhauses in Aachen-Brand gefeiert. Direkt neben dem ersten Haus entstehen zwei weitere Wohngemeinschaften für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf.

An der Schmit, Ecke Rombachstraße, wächst ein Wohnprojekt, bei dem das Miteinander im Mittelpunkt steht. Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf sollen hier gemeinsam mit Menschen ohne Unterstützungsbedarf leben. Das gemeinsame Wohnen und die gegenseitige Unterstützung sollen Inklusion und Teilhabe im Alltag ermöglichen.

„Selbstbestimmtes Leben ist das Ziel, und ohne inklusives Wohnen ist dieses Ziel nicht erreichbar“, betont Marita Holper, erste Vorsitzende von IWA. Dafür brauche es das Engagement vieler Beteiligter: „Ein Ziel, das man nur im Team, mit den Eltern und den Mitgliedern, erreichen kann.“

Für den Verein ist der Neubau ein weiterer wichtiger Schritt. Bereits vor drei Jahren waren die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sowie Studierende in das benachbarte erste Wohnhaus eingezogen. Beim Richtfest blickte der zweite Vorsitzende Dennis Bando auf diese Entwicklung zurück: „Vor genau drei Jahren sind die ersten Bewohner und Bewohnerinnen sowie Studierende in das erste Wohnhaus eingezogen, und nun feiern wir gemeinsam das Richtfest des zweiten Wohnhauses. Das ist schon ein ziemlicher Erfolg für alle.“

Das neue Haus umfasst eine Gesamtfläche von rund 850 Quadratmetern und wird durch die Soziale Wohnraumförderung NRW gefördert. Die beiden Wohngemeinschaften sind mit etwa 210 und 270 Quadratmetern geplant. Vorgesehen sind insgesamt 13 Appartements, darunter mindestens ein Assistenzzimmer. Die individuellen Wohnbereiche sind überwiegend zwischen 22 und 25 Quadratmeter groß; für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, sind größere Einheiten vorgesehen. Die Gemeinschaftsflächen kommen jeweils hinzu.

Für die Wohngemeinschaften plant der Verein mit sieben Menschen mit Behinderung und vier weiteren Bewohnerinnen und Bewohnern – beispielsweise Studierenden, Seniorinnen und Senioren oder anderen Interessierten. Außerdem entstehen vier Wohnungen mit anderthalb beziehungsweise drei Zimmern für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Kategorien A und B.

Mit dem zweiten Wohnhaus schafft IWA weitere Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft – mitten in Brand. Informationen zum Projekt und zum Wohnkonzept erhalten Interessierte beim Verein Inklusiv Wohnen Aachen e. V.

Red./Foto: IWA