Ein Schultersieg nach nur 28 Sekunden, ein deutlicher Erfolg der zweiten Mannschaft und vier Podestplätze für den Nachwuchs: Die Ringer des TV Eintracht Walheim hatten am vergangenen Wochenende einiges zu bieten. Auch die 17:26-Niederlage der Oberliga-Mannschaft gegen Tabellenführer TV Essen-Dellwig hielt starke Einzelleistungen bereit.
Die Gäste aus Essen wurden ihrer Favoritenrolle in der Inda-Sporthalle gerecht, mussten sich ihren bislang knappsten Saisonerfolg aber hart erarbeiten. Für den Höhepunkt aus Walheimer Sicht sorgte Arthur Devoldere im griechisch-römischen Schwergewicht bis 130 Kilogramm.
Mit Burak Kolomuc stand ihm ein körperlich beeindruckender und erfahrener Gegner gegenüber. Doch Devoldere verfolgte von Beginn an einen klaren Plan: Früh suchte er den Zwiegriff, brachte Kolomuc mit einer anschließenden Standbeinbelastung zu Fall und sicherte sich vier Punkte. Anschließend ließ er seinen Gegner nicht mehr aus der Kontrolle. Bereits nach 28 Sekunden stand der Schultersieg fest – und die Halle jubelte.
Auch Mansur Baitazaev überzeugte in der Klasse bis 61 Kilogramm im griechisch-römischen Stil. Besonders in der zweiten Runde sammelte er mit erfolgreichen Angriffen im Stand und Drehungen am Boden zahlreiche Punkte. Am Ende gewann er deutlich mit 13:2.
Angel Burlacu setzte sich im Freistil bis 80 Kilogramm gegen Luis Jäger mit 16:2 durch. Bereits früh gelang ihm am Mattenrand eine Viererwertung, weitere Punkte folgten im Bodenkampf. Idris Rahmani kam bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil kampflos zum Erfolg.
Den Schlusspunkt setzte Vahram Khachatryan. Der erfahrenste Ringer der Walheimer Mannschaft brachte seinen Gegner Bekhbudov im griechisch-römischen Kampf bis 75 Kilogramm früh in die Bodenlage und punktete dort mit drei Drehungen. Sein souveräner 9:1-Erfolg unterstrich einmal mehr seine Klasse.

Die zweite Mannschaft festigte mit einem 41:10-Heimsieg gegen den RC Düren-Merken II ihre Tabellenführung.Zahlreiche Begegnungen entschieden die Walheimer vorzeitig für sich.
Bogdan Tarasov und Maxim Shulha siegten bereits in der ersten Runde. Tim Strysak gelang bei einer 11:2-Führung in der zweiten Runde ein Schultersieg. Auch Ralan Achmerov schulterte seinen Gegner, nachdem er zunächst in Rückstand geraten war.
Für Spannung sorgte Ismail Hozaev: Im Freistil musste er sich mit 12:18 geschlagen geben. Im griechisch-römischen Stil geriet er ebenfalls zunächst in Rückstand, brachte seinen Gegner dann aber mit einem großen Wurf in die gefährliche Lage und gewann auf Schultern.
Nazar Slabchenko setzte sich im Freistil klar mit 10:0 durch. Dramatisch verlief sein griechisch-römischer Kampf gegen Said Avdicausevic: Fünf Sekunden vor Schluss stand es 5:5. Mit einer letzten entschlossenen Aktion sicherte sich Slabchenko den 7:5-Erfolg.
Alihan Ayoubov gewann in beiden Stilarten kampflos, ebenso Amir Ramezanzader im Freistil. Idris Hozaev und Mannschaftsdebütant Dachi Nazgaidze mussten dagegen Schulterniederlagen hinnehmen.
Vier Podestplätze holte der Walheimer Nachwuchs beim Landesturnier zur Talentsichtung in Bielefeld. Fünf junge Ringer der Altersklassen U8 und U10 vertraten die Eintracht und erreichten gemeinsam den sechsten Platz in der Mannschaftswertung.
Besonders erfolgreich waren die Brüder Malik und Musa Caglan: Beide gewannen ihre Wettbewerbe mit jeweils drei vorzeitigen Siegen. Antoan Georgiev erkämpfte sich mit drei vorzeitigen Erfolgen und einer Niederlage Platz drei. Khalid Emomov wurde nach einem Schultersieg und einer Schulterniederlage Zweiter.
Für Oleksi Pitsyk, der erst seit kurzer Zeit ringt, war bereits die Teilnahme ein wichtiger Schritt. Nach zwei Niederlagen wollte er seinen letzten Kampf unbedingt gewinnen. Sein Gegner musste jedoch verletzungsbedingt aufgeben.
Der Verein bedankte sich bei Trainer Mustafa Haidari für seine Nachwuchsarbeit und bei den mitgereisten Eltern für ihre Unterstützung.
Für beide Seniorenmannschaften stehen als Nächstes Auswärtskämpfe an: Die erste Mannschaft reist zum KSV Kirchlinde, die zweite zum TKV Hückelhoven. Am Samstag, 10. Oktober, empfängt das Oberliga-Team dann Germania Krefeld in der Inda-Sporthalle. Kampfbeginn ist um 19:30 Uhr. Die Eintracht erwartet ein anspruchsvolles Duell auf Augenhöhe mit besonderem Derbycharakter und hofft auf lautstarke Unterstützung. Die zweite Mannschaft hat an diesem Wochenende kampffrei.
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