14. September 2026

Ringer der Eintracht Walheim erleben durchwachsenes Wochenende

Niederlage zum Oberliga-Auftakt – Nachwuchs glänzt mit acht Turniersiegen

Für die Ringer der Eintracht Walheim lagen am vergangenen Wochenende Enttäuschung und großer Jubel eng beieinander. Während die Oberliga-Mannschaft zum Saisonauftakt gegen die Sport-Union Witten-Annen mit 10:19 unterlag, sorgte der Nachwuchs beim Landesturnier für Anfänger in Köln-Mülheim für ein beeindruckendes Ergebnis: Acht erste Plätze, sieben zweite Plätze und Rang zwei in der Mannschaftswertung standen am Ende zu Buche.

Dämpfer zum Oberliga-Auftakt

Der Start in die Oberliga-Saison 2026 ist der Eintracht Walheim nicht geglückt. Vor heimischem Publikum musste sich das Team der Sport-Union Witten-Annen mit 10:19 geschlagen geben.

Dabei verlief die Vorbereitung auf den ersten Kampftag alles andere als optimal. Said-Azam Karimov fiel nach einer Blinddarmoperation kurzfristig aus. Als Reaktion darauf mussten Dzhabrail, Mansur und Purya jeweils eine Gewichtsklasse nach oben rücken. Hinzu kam, dass die Gäste beide Frauenkämpfe überraschend deutlich per Schultersieg für sich entscheiden konnten.

Für eines der sportlichen Ausrufezeichen auf Walheimer Seite sorgte einmal mehr Vahram Khachatryan. In der Klasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil bekam er es mit Famil Hiulmamedov, einem seiner stärksten Konkurrenten, zu tun. Khachatryan setzte sich überzeugend mit 7:2 durch.

Auch Ebrahim Eshaghi begeisterte das Publikum. Er startete erstmals in der Klasse bis 86 Kilogramm griechisch-römisch und zählt dort mit seinen rund 82 Kilogramm noch zu den leichteren Athleten. Gegen den deutlich schwereren Nick Jacobs ließ er sich davon jedoch nichts anmerken. Eshaghi bestimmte den Kampf, drehte seinen Gegner zweimal in der Bodenlage und siegte souverän mit 8:0.

Ebenfalls eine Gewichtsklasse nach oben ging Majid Ostadghaderi, der in der vergangenen Saison noch bis 75 beziehungsweise 80 Kilogramm angetreten war. Nun startete er erstmals bis 97 Kilogramm. Obwohl sein Gegner Denis Nuss rund zehn Kilogramm schwerer war, hielt Ostadghaderi ihn konsequent in Bewegung und agierte insbesondere am Mattenrand äußerst clever. Mit 7:1 ging der Sieg verdient an den Walheimer.

Spannung bot auch das Duell in der 57-Kilogramm-Klasse Freistil. Hier traf der deutlich kleinere Walheimer Tim Strysak auf den hochgewachsenen Max Sachse. Vor allem im Bodenkampf bereitete Sachses Reichweite dem Walheimer Schwierigkeiten. Strysak hielt jedoch dagegen und setzte sich am Ende knapp mit 9:8 durch.

Im Schwergewicht bis 130 Kilogramm griechisch-römisch entwickelte sich ebenfalls ein Kampf auf Augenhöhe. Arthur Devoldere geriet nach einer Aktion am Mattenrand zunächst ins Hintertreffen, konnte seinerseits aber ebenfalls eine starke Wurftechnik zeigen. Beim Stand von 5:5 gab schließlich die letzte Wertung den Ausschlag zugunsten des Walheimers.

Mehrere enge Kämpfe gehen an die Gäste

In den übrigen Begegnungen hatte Witten-Annen zumeist knapp die Nase vorn. Besonders bitter verlief der Kampf von Purya Jamali in der Klasse bis 71 Kilogramm griechisch-römisch. Eine umstrittene Passivitätsentscheidung in der zweiten Runde brachte seinen Gegner in eine aussichtsreiche Position, aus der dieser vier Punkte erzielen konnte.

Bis 80 Kilogramm Freistil kämpfte sich Angel Burlacu nach einem Rückstand noch einmal eindrucksvoll zurück, musste sich Kevin Barbe letztlich jedoch knapp mit 8:9 geschlagen geben. Bei der letzten Aktion verletzte sich Burlacu zudem am Daumen. Die Eintracht hofft, dass er möglichst schnell wieder einsatzfähig sein wird.

Unter dem Strich wäre für die Walheimer an diesem Abend sicherlich mehr möglich gewesen. Der Sieg für Witten-Annen war angesichts des gesamten Kampfverlaufs jedoch verdient.

Zunächst geht es für die Eintracht nun auswärts zum Aufsteiger Konkordia Neuss. Anschließend wartet bereits eine ganz besondere Herausforderung: Am 26. September um 19.30 Uhr empfängt Walheim in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums mit dem TV Essen-Dellwig einen der Topfavoriten der Liga.

Dabei dürfen sich die Zuschauer auf einige hochklassige Duelle freuen. Unter anderem könnte Ebrahim Eshaghi auf Ramazan Pashaiev, U20-EM-Dritten, treffen. Majid Ostadghaderi dürfte es mit dem deutschen Spitzenringer Schaman Kasumov zu tun bekommen.

Grund zur Freude beim Walheimer Nachwuchs: Beim Landesturnier für Anfänger in Köln-Mülheim holten die jungen Ringer acht erste und sieben zweite Plätze.

Walheimer Nachwuchs im Goldrausch

Einen Tag nach dem Oberliga-Kampf sorgten die jüngsten Walheimer Ringer für jede Menge Grund zur Freude. Beim Landesturnier für Anfänger in Köln-Mülheim gingen 16 Nachwuchsathleten der Eintracht in den Altersklassen U8, U10 und U12 auf die Matte.

Die Bilanz konnte sich mehr als sehen lassen: acht erste Plätze, sieben zweite Plätze und ein vierter Platz.

Für Trainer Mustafa Haidari ein herausragendes Ergebnis – zumal einige seiner Schützlinge überhaupt erst ihr erstes Turnier bestritten. In der Mannschaftswertung belegte die Eintracht Walheim damit hinter Konkordia Neuss einen starken zweiten Platz.

Noch besser lief es in der Altersklasse U10: Hier gewann Walheim die Mannschaftswertung mit deutlichem Vorsprung.

Auch abseits der Matte war die Eintracht vertreten. Hamid Banihashemi engagierte sich erneut ehrenamtlich als Kampfrichter.

Für mehrere der jungen Walheimer geht es bereits am 27. September beim Landesturnier zur Talentsichtung in Bielefeld weiter. Dort können sie erneut zeigen, welche Fortschritte sie in den vergangenen Monaten gemacht haben.