mha-Triathlon: Andreas Trautmann

„Wir sind eine kleine, feine, familiäre Veranstaltung“

Seit 2004 ist Andreas Trautmann beim Brander SV (BSV) als Sportler aktiv und zudem seit mehr als einer Dekade Koordinator und Abteilungsleiter Triathlon. Am diesjährigen Muttertag, 8. Mai, lädt der BSV in Kooperation mit der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen zur 31. Auflage des mha-Triathlon in Brand. Im Gespräch mit Nöits op d’r Brand gibt sich Trautmann optimistisch, dass das sportliche Groß-Event im Stadtbezirk stattfinden kann.

Herr Trautmann, beim ungleichen „Wettkampf“ zwischen Corona und dem Brander Triathlon liegen Sie mit 0 : 2 zurück (bezüglich der pandemiebedingten Absagen).

Andreas Trautmann: Zwei Jahre haben wir „verloren“, um das so zu formulieren, und wir mussten unseren Brander Triathlon absagen, aber aufgrund der jetzigen rechtlichen Situation ist es sehr wahrscheinlich, auch wenn es bis zum Veranstaltungstag noch gut fünf Wochen sind, dass wir die 31. Auflage des mha-Triathlon am 8. Mai ausrichten können. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und ich bin sehr optimistisch! Wir hatten schon das Gespräch mit der Stadt Aachen bzw. mit dem Bezirksamt Brand. Wir haben ein Hygiene-Konzept und haben alles besprochen, was möglich ist. Vor zwei Jahren haben wir bei einer Inzidenz von 50 unser Event abgesagt und jetzt haben wir eine Inzidenz von 1.500. Wir müssen abwarten, auf welches Licht die rot-grüne Ampel springt. Wir sind guter Dinge und wir arbeiten darauf hin, dass die Veranstaltung stattfindet.

Ihr Hygiene-Konzept steht. Was heißt das für den Triathlon?

Andreas Trautmann: Wir erfüllen alle Vorgaben und Erfordernisse. Wir stellen ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung und wir machen Teilnehmer wie Besucher auf die Maskenpflicht aufmerksam – sofern sie zu diesem Zeitpunkt noch gilt. Alle Läufer müssen zwei Mal geimpft sein und einen tagesaktuellen Test vorlegen. Wenn es am Tag der Veranstaltung erforderlich ist, werden wir die Möglichkeit von Corona-Testungen bei uns vor Ort anbieten.

Sind Sie mit den bisherigen Anmeldungen sechs Wochen vor dem Startschuss zufrieden?

Andreas Trautmann: Die Anmeldezahlen sind identisch wie in den Vorjahren, wir sind auf dem gleichen Niveau. Das hängt auch vom Wetter ab. Zeichnet sich für den 8. Mai optimales Triathlon-Wetter ab, dann erwarte ich noch einen Schub von Anmeldungen. Aufgrund der Corona-Richtlinien haben wir das maximale Teilnehmerfeld von 700 auf rund 500 SportlerInnen begrenzt.

Herr Trautmann, wie bewerten Sie den Stellenwert des Brander Triathlons?

Andreas Trautmann: Der mha-Triathlon ist der erste Wettkampf des Jahres und hier können sich unsere Triathleten mit ihren Leistungen präsentieren. Bei uns haben die SportlerInnen die Gelegenheit, ihren aktuellen Trainingszustand zu testen. Der DLC Aachen, der auch eine große Triathlon-Abteilung hat, wird mit ca. 50 SportlerInnen teilnehmen. Wir hatten in der Vergangenheit auch TeilnehmerInnen, die im Laufe des Jahres in höheren Ligen starten und die Teilnahme an so frühen sportlichen Events sehr ernst nehmen. Unser Triathlon ist beliebt und die SportlerInnen stellen uns immer ein positives Zeugnis aus – auch wenn wir keine Kurzdistanz anbieten. Wir haben uns bewusst entschieden, die Sprintdistanz als Volkstriathlon zu halten. Unser Triathlon ist eine familiäre Stadtteilveranstaltung, an der nicht nur die SportlerInnen, sondern auch die BewohnerInnen von Brand teilnehmen und guten Sport sehen. Bei uns kann/soll auch der Einsteiger starten, um das Gefühl Triathlon zu leben.

Was ist das Besondere am Brander Triathlon?

Andreas Trautmann: Wir sind eine kleine, feine und vor allem familiäre Veranstaltung, was bei den TeilnehmerInnen sehr gut ankommt. Wir sind alle ehrenamtlich engagiert und versuchen den mha-Triathlon so professionell wie möglich zu organisieren und durchzuführen. Wir bauen im Mai wieder einen schönen Zielkanal mit Werbebanner und Fahnen auf, in dem die SportlerInnen ihren Wettbewerb unter den Augen und dem Jubel vieler Besucher beenden können. Hier einzulaufen ist für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin ein großes Gefühl. Die Bewohner von Brand sollten sich glücklich schätzen, dass einmal im Jahr in ihrer Stadt eine solche Großveranstaltung stattfindet. Natürlich wird der normale Ablauf im Stadtbezirk allein schon wegen Streckenabsperrungen beeinträchtigt, aber das sollte man einmal im Jahr akzeptieren. Wir laden die Branderinnen und Brander ein, mitzumachen oder als Besucher mit uns eine gute Zeit zu haben und die Teilnehmer zu unterstützen.

GSi
Foto: Alexander Wolf