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Neujahrsempfang in Brand

Wie schon im Vorjahr hat der Brander Neujahrsempfang am 14. Januar wieder in der Aula der Gesamtschule Brand stattgefunden. Alle Anwesenden haben sich gefreut, zu diesem Austausch im festlichen Rahmen zusammenkommen zu können. Die Vertreter von Vereinen, Institutionen, Politik und Verwaltung wurden nach der Begrüßung durch Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders vom Feierabendchor der Musikschule Brand unter der Leitung von Michael Krinner musikalisch unterhalten.
Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns ging in seiner Neujahrsansprache auf den besonderen Geist der Gemeinschaft in Brand ein. „Gemeinschaft ist in Brand eben nicht nur ein hohles Wort. Wir füllen es mit Leben, in all seiner Vielfalt und Einzigartigkeit“, sagte Tillmanns und ergänzte mit einem beispielhaften Hinweis auf die Hilfsbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr: „Nur gemeinsam können wir gehen und den Herausforderungen der schnelllebigen Zeit begegnen.“ Tillmanns beschrieb in seiner Rede auch die Krisen und globalen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die gelebte Realität. Er blickte zurück auf die zahlreichen vom Ehrenamt geprägten Brander Veranstaltungen im Karneval und anderen Anlässe wie zum Beispiel das 100-jährige Jubiläum der Marktschule. Danach folgte ein Ausblick auf die anstehenden politischen Entscheidungen vor Ort mit den wichtigen Themen, wie die Neuaufstellung des Landschaftsplans, die Umsetzung des Verkehrskonzepts für Brand und die Bauprojekte. Abschließend stellte er ermunternd fest: „Es gibt etwas, was uns zusammenhält. Es gibt für jeden von uns die Gelegenheit, Freude zu schenken, Dinge und Menschen zu bewegen.“

Das frisch proklamierte erste Brander Dreigestirn mit Prinz Michael I. Lehnen, Bauer Yannick Lennartz und der Jungfrau Holga Zimmeck gab mit einem musikalischen Beitrag zusammen mit dem Kinderprinzenpaar Prinz Maximilian I. und Prinzessin Yara I. sowie dem Till Mara eine Kostprobe aus ihrem Programm für die aktuelle, aber leider kurze, Karnevalssession.
Bei seiner ersten Neujahrsansprache als Vorsitzender des Bürgervereins berichtete Karl Scheider über die Entwicklung seit der Neuwahl des geschäftsführenden Vorstands im März des vergangenen Jahres. „Ein wichtiger Bestandteil unseres Planes besteht darin, noch mehr die Nähe zu den Brander Bürgern, Vereinen und Institutionen zu suchen, um mit ihnen Ideen für einen noch lebenswerteren Stadtbezirk zu entwickeln“, erklärte Scheider und verwies in diesem Sinne auf die bedeutende Rolle des Wortes „gemeinsam“. Er blickte auf die erfolgreichen Veranstaltungen des Bürgervereins im vergangenen Jahr zurück und hob besonders den Brander Fahrradaktionstag, das Apfelfest und den Auftritt von Jürgen B. Hausmann zugunsten des Jugendfonds des Bürgervereins hervor. Außerdem ging er auf die wertvolle Arbeit des Geschichtskreises ein, der im November die 34. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter ermöglicht hatte. Er dankte den Koordinatoren und Fahrern des Seniorenmobils und allen anderen Aktiven für ihren ehrenamtlichen Einsatz für unseren ganz besonderen Stadtbezirk. Außerdem kündigte er für das neue Jahr weitere Aktionen und Veranstaltungen des Bürgervereins an.

Wilma Gier berichtete als Vorsitzende der Theaterfreunde Brand, die in diesem Jahr ihr 120-jähriges Vereinsjubiläum feiern, über die Situation der Brander Vereine und die Entwicklung in der Zeit nach der Corona-Pandemie. „In Brand, wo Gemeinschaft und Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde Fixpunkte des täglichen Lebens“ sind, sind wir, die Vereine, eine Großfamilie von gleichgesinnten Idealisten, die sich für eine lebendige, interkulturelle, altersunabhängige und vielfältige Kultur und für einen lebendigen Stadtteil einsetzen,“ erklärte die Vorsitzende der Theaterfreunde Brand und betonte die Notwendigkeit, dass sich die Vereine nicht als konkurrierende Gruppen, sondern als partnerschaftliche Gemeinschaft verstehen. Schließlich war auch die erfolgreiche Aufführung der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart in der Aula der Marktschule vom Theater Brand nur in Kooperation und mit Unterstützung von anderen Brander Institutionen möglich.
Beim Neujahrsempfang war das vielzitierte Brander Wir-Gefühl wieder deutlich zu spüren.

Text: Wolfgang Sanders
Fotos: Ewald Kreus